Schnecken im Garnelenaquarium

Schnecken sind nicht in jedem Aquarium gerne gesehen – dabei handelt es sich auch bei diesen Tieren um interessante Aquarienbewohner, die mitunter auch noch nützliche Dienste für das künstliche biologische System – das Aquarium – leisten. Für Garnelen bieten sich Schnecken geradezu als Vergesellschaftungspartner an: Im Gegensatz zu manchen Fischen sind Schnecken sehr friedvolle Aquarienbewohner und schaden den Garnelen nicht. Mitunter ist aber zu befürchten, dass sich manche Schnecken lieber ruhigere Mitbewohner wünschen würden. Mehr Informationen dazu, warum sich Schnecken dennoch in der Regel gut in einem Aquarium machen, welche bekannten Arten häufig gehalten werden, aber auch dazu, warum Schnecken manchmal zur Plage werden, finden Sie im Folgenden.

Positive Leistungen der Schnecken im Aquarium

Viele Schneckenarten – wie etwa die Posthornschnecken – sind bekannt dafür, das Aquarium von Schmutz zu befreien. Vor allem Futterreste, aber auch Reste verstorbener Tiere oder tote Pflanzenteile können die Wasserqualität in einem Aquarium beeinträchtigen. Vertilgen Schnecken diese Abfälle, die sehr leicht in hohen Mengen anfallen können, kann die Wasserqualität mitunter leichter konstant positiv gehalten werden. Manche Schneckenarten sind aber auch für andere wichtige Leistungen bekannt. Bestimmte Arten können in diesem Kontext zum Beispiel einen Beitrag dazu leisten, dass der Bodengrund im Aquarium aufgelockert wird, was vor allem den Aquarienpflanzen zugutekommt. Aber auch bei der Algenbekämpfung werden manche Schnecken gerne eingesetzt: Sie fressen kontinuierlich die Algen ab, die zum Beispiel an Pflanzen aufwachsen, und unterstützen den Aquarianer auf diese Weise bei der Pflege seines Aquariums.

Schnecken im Aquarium richtig halten

Schnecken sind sehr interessante Tiere, die wie alle anderen Aquarienbewohner auch ein Recht darauf haben, möglichst gut und gewissenhaft gehalten und gepflegt zu werden. Man sollte Schnecken aus diesem Grunde nicht nur als Zusatz im Garnelenaquarium sehen, der im Idealfall das Aquarium pflegt, ansonsten aber keiner Beachtung bedarf. Entscheidet man sich bewusst, eine bestimmte Schneckenart zu halten, sollte man sich vorher mit den jeweiligen Ansprüchen dieser Art auseinandersetzen. Mitunter müssen auch Schnecken ab und an gefüttert werden, damit sie gut gedeihen können und sich wohlfühlen. Mit den Fütterungen darf man es aber keinesfalls übertreiben – warum dies so ist, erfahren Sie im Folgenden.

Schneckenplage im Aquarium

Manch eine Schneckenart kann bei spezifischen Haltungsbedingungen auch zur Plage werden. Eine erhöhte und kaum zu kontrollierende Vermehrung mancher Arten setzt vor allem dann ein, wenn die Schnecken auf ein Nahrungsüberangebot zurückgreifen können. Schnecken können, wenn sie in hohen Populationsdichten im Aquarium vertreten sind, auf unterschiedliche Art und Weise störend wirken: Zum einen lenken sie natürlich zu stark von den eigentlichen Aquarienbewohnern – den Garnelen – ab. Zum anderen machen manche Schnecken auch vor den Aquarienpflanzen nicht halt und nutzen auch diese als Nahrung, was Aquarianer natürlich nicht gerne sehen. Das Gleichgewicht in einem Aquarium kann gestört werden, wenn zu viele Schnecken auf zu engem Raum leben. Methoden, die helfen können, der Schneckenplage in einem Aquarium Herr zu werden, haben wir in einer Auswahl in einem separaten Text für Sie zusammengestellt. Vorab sei allerdings schon einmal gesagt, dass man es nur schwer vermeiden kann, Schnecken in seinem Aquarium zu beherbergen: Oft schleppt man sich die Schnecken ein, wenn man eine neue Wasserpflanze in das Becken gibt.

Schneckenarten

Es gibt sehr viele Schneckenarten, die in Süßwasseraquarien gehalten werden können. Sie unterscheiden sich voneinander nicht nur hinsichtlich ihrer Optik, sondern oft auch in Bezug auf die Leistungen, die sie für das Aquarium erbringen können. Sehr bekannte Schneckenarten sind die Posthornschnecke, die Turmdeckelschnecke, die Blasenschnecke, die Raubschnecke und die Apfelschnecke. All diese Schneckenarten möchten wir Ihnen in kleinen separaten Texten genauer vorstellen.