Blaue Tigergarnelen

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Deutsche Bez.:Blaue Tigergarnele
Lateinische Bez.:Caridina cf. cantonensis
Größe:bis 3,5 cm
Temperatur:20 - 26 °C
Gesamthärte:bis 18 °dgH
pH-Wert:6 - 7,8
Haltung:mittel
Garnelen sind mitunter äußerst farbenfrohe Aquarienbewohner. Auch sehr ausgefallene Farben konnten mittlerweile durch Zuchtbemühungen etabliert werden. Ein Beispiel für diese Zuchterfolge ist die blaue Tigergarnele. Sie kann in diversen Farbabstufungen von Hellblau bis Tintenblau auftreten. Viele Garnelenliebhaber, die blaue Tigergarnelen halten, setzen es sich zum Ziel, Garnelen in einem tiefblauen Farbton hervorzubringen. Die Zucht ist dabei spannend: Durch eine stetige Selektion kann es gelingen, einen Bestand von Garnelen in besonders intensiven Blautönen zu gewinnen.

Blaue Tigergarnelen in unterschiedlichen Farbvarianten

Blaue TigergarnelenBlaue Tigergarnelen werden in der Fachwelt unterschiedlichen Farbstufen zugeordnet. Dabei gibt es blaue Tigergarnelen, die lediglich ein dezentes Hellblau als Körpergrundfärbung aufweisen, genauso wie solche, bei denen die Körperfarbe an ein intensives Tintenblau erinnert. Die Streifen, die für Tigergarnelen typisch sind, sind naturgemäß mitunter bei den helleren Garnelen besser zu erkennen. Dennoch gilt die Zucht von tiefblauen Tigergarnelen als besonders reizvoll: Die intensive Farbe der Garnelen leuchtet im Aquarium. Verstärkt werden kann dieser optische Eindruck durch eine Beckeneinrichtung, die gezielt im Kontrast zu der Körperfarbe der Garnelen steht. Darüber hinaus sind intensiv gefärbte blaue Tigergarnelen beliebt, da sich bei solchen Garnelen im Alter zusätzlich eine intensiv gefärbte rostrote Rückenzeichnung einstellen kann. Hier erscheint es optisch nicht selten so, als haben sich die Streifen in der Rückenpartie verbreitert.

Alle Tigergarnelen, die spalterbig zu blau sind, weisen im Übrigen unabhängig von der Intensität ihrer Körperfärbung orangene, mitunter auch gelbliche, Augen auf. Dieses zusätzliche Merkmal macht die blauen Tigergarnelen zu einer beliebten Garnelenart, die bereits in vielen Aquarien ein Zuhause gefunden hat. Die Fachwelt spricht angesichts der Augenfarbe der Garnelen auch von blauen Tigergarnelen OE. Die Abkürzung steht hier für „orange eye“. Die mitunter recht intensive Augenfarbe der blauen Tigergarnelen OE steht dabei nicht selten in einem attraktiven Kontrast zu der Körperfärbung. Dieser Kontrast fällt dabei natürlich umso intensiver aus, je stärker die blaue Körperfarbe ausgeprägt ist.

Zucht: Aus blond wird blau

Blaue Tigergarnelen ZuchtWas zunächst verblüffen mag, ist die Tatsache, dass blaue Tigergarnelen auch aus einem Stamm von sogenannten blonden Tigergarnelen mit orangenen Augen gezüchtet werden können. Die Garnelen tragen das Gen, welches für die bläuliche Färbung verantwortlich ist, bereits in sich. Durch Selektion kann der erfahrene Züchter somit langsam aber sicher einen Bestand von dunkelblauen Tigergarnelen aufbauen. Einmal abgesehen von den Bemühungen, die unternommen werden müssen, wenn man eine starke Farbintensität seiner Tiere anvisiert, können blaue Tigergarnelen relativ problemlos gezüchtet werden: Auch sie gehören dem spezialisierten Fortpflanzungstypus an und können daher im mit Süßwasser ausgestatteten Elternbecken mit entsprechendem Garnelenfilter vermehrt werden. Erwähnt werden muss allerdings, dass nicht alle Nachkommen von Tigergarnelen einer bestimmten Farbstufe wiederum dieser zugeordnet werden können. Vielmehr ist es so, dass bei der Zucht mit blauen Tigergarnelen unter den Nachkommen auch Vertreter anderer Farbvarianten auftreten können.

Blaue Tigergarnelen halten

Blaue Tigergarnelen zu halten, ist relativ unproblematisch. Wie viele andere Garnelen auch zeigen sich die mitunter intensiv gefärbten Garnelen eher anspruchslos. Umso einfacher ist es, die wenigen Bedürfnisse, die Garnelen wie die blaue Tigergarnele aufweisen, bestmöglich zu berücksichtigen. Achten sollten Besitzer vor allem auf eine artgerechte Bepflanzung des Aquariums: Feinfiedrige Pflanzen werden dabei auch von der blauen Tigergarnele geschätzt. Diese Pflanzen bieten Versteckmöglichkeiten und können von den Tieren abgegrast werden.

Unter anderem ist auch zu beachten, dass die Garnelen niemals in zu kleinen Gruppen gehalten werden sollten. Nicht nur, dass ansonsten die Zucht schwieriger sein kann, die Garnelen fühlen sich in Gruppen ab zehn Exemplaren einfach wohler. Wer die Zuchterfolge von Beginn an mit einplant, wird somit auch ein größeres Becken für seine blauen Tigergarnelen anlegen.

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