Garnelen und Fische vergesellschaften

Grundsätzlich ist es durchaus möglich, Garnelen mit einigen Fischarten zu vergesellschaften. Bevor der Garnelen-Hype Deutschland erreicht hat, war es sogar fast ausschließlich üblich, Garnelen in deutschen Aquarien lediglich als nützliche Mitbewohner in einem Fischaquarium zu halten. Heute weiß man mehr über Garnelen und schätzt sie zunehmend auch als einzige Art für ein Aquarium. Von den im Allgemeinen als friedlich zu bezeichnenden Garnelen geht in der Regel keine Gefahr für Fische aus. Ausnahmen kann es aber auch hier geben, wenn man zum Beispiel wehrhafte Garnelenarten wie die Ringelhandgarnele hält.

Dass viele Garnelenarten für Fische ungefährlich sind, bedeutet nicht, dass man auch den Rückschluss ziehen kann, alle Fische seien für Garnelen ungefährlich. Viele Fischarten können Garnelen durchaus als Nahrung betrachten, manche stören auch die Harmonie in einem Garnelenbecken, da sie durch zu hektische Schwimmbewegungen Irritationen unter den Garnelen verursachen. Als Folge dieser Irritationen kann es zum Beispiel zum Einstellen der Vermehrung der Garnelen kommen. Für eine Vergesellschaftung mit Garnelen sollten somit nur recht ruhige und nicht räuberische Fischarten gewählt werden.

Möchte man Garnelen mit Fischen vergesellschaften, sollte auch bei der Einrichtung des Aquariums diesem Umstand Rechnung getragen werden. Damit sich Garnelen auch in einem Aquarium wohlfühlen, in dem andere Arten leben, sind insbesondere zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten für die Garnelen wichtig. Unter anderem sollte bei einem Gesellschaftsbecken auch unbedingt auf die Höhe des Gesamtbesatzes geachtet werden: Die Beckengröße muss der Anzahl der Tiere angepasst sein, damit das künstliche System Aquarium hinsichtlich der Wasserqualität stabil bleiben kann.