Garnelen im Aquarium > Garnelen sterben

Wenn Garnelen sterben – eine Soforthilfe

Ein Aquarium ist ein sensibles, künstliches System, für dessen Erhalt der Aquarianer einiges leisten muss. Auch bei einer engagierten Pflege des Beckens kann es allerdings passieren, dass Garnelen sterben, ohne dass der Aquarianer den Grund hierfür sofort identifizieren kann. Hier ist schnelle Hilfe gefragt, um zu verhindern, dass die gesamte Population, die in einem Aquarium ein Zuhause gefunden hat, in Gefahr gerät. Oft kann die konkrete Ursache nicht unmittelbar ausgemacht werden, dennoch gilt es zu handeln.

Sterben unvermittelt mehrere Garnelen, sollte man schleunigst die Wasserwerte kontrollieren. Die Ergebnisse helfen in vielen Fällen, Schwachstellen hinsichtlich der Wasserqualität aufzudecken und abzustellen. Je nachdem, welche Wasserwerte beeinträchtigt sind, können Wasserwechsel oder der Einsatz von Wasseraufbereitern weiterhelfen. Auch die Wassertemperatur sollte man schnell überprüfen, wenn man plötzlich viele tote Garnelen im Becken vorfindet. Technische Defekte der Heizung können zu einer Überhitzung des Wassers führen, die von Garnelen nicht vertragen wird. Sollte das Wasser zu warm sein, muss die Temperatur gesenkt werden, ggf. auch mit einem Wasserwechsel, um ein Sterben weiterer Garnelen zu verhindern. Auch die sonstige technische Ausstattung des Aquariums muss auf Funktionstüchtigkeit untersucht werden.

Grundsätzlich sollten, wenn es zum Sterben von Garnelen kommt, die toten Tiere aus dem Becken entfernt werden. Dies gewährleistet, dass die Wasserqualität nicht weiter beeinträchtigt wird und verhindert bei Erkrankungen mitunter eine Ansteckung weiterer Tiere. Sollten schlimme Beeinträchtigungen der Wasserqualität vorliegen, ist zudem in Erwägung zu ziehen, die restlichen Garnelen in ein anderes Becken umzusiedeln. Bei Erkrankungen und Parasiten ist hierbei allerdings zur Vorsicht geraten, damit nicht andere Populationen gefährdet werden.

Ursachen für das unerwartete Sterben von Garnelen

Sind diese ersten Sorforthilfemaßnahmen ergriffen worden und konnte hierdurch nicht verhindert werden, dass weitere Garnelen sterben, muss man eine weitere Ursachenforschung betreiben. Im Folgenden finden Sie einige gängige Ursachen für das überraschende Sterben von Garnelen sowie Informationen dazu, wie sich die jeweiligen Ursachen identifizieren lassen und welche Maßnahmen eingeleitet werden sollten, um das Sterben von Garnelen in Zukunft zu verhindern. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, Hilfe bei erfahrenen Züchtern oder sogar bei einem Tierarzt zu holen. Die folgenden Tipps können nur Anregungen sein. Warum in einem Becken tote Garnelen auftreten, muss im Einzelfall anhand vieler Parameter geklärt werden, genauso komplex kann auch ein geeigneter Lösungsansatz im individuellen Fall sein.

Kupfer im Wasser

Für ein Sterben von Garnelen kann der Kupfergehalt des Aquariumwassers verantwortlich sein. Bereits vor dem ersten Einsetzen der Garnelen in ein neues Becken sollten sich Aquarianer mit dieser Thematik auseinandersetzen. Grundsätzlich gibt es mindestens zwei häufig auftretende unterschiedliche Möglichkeiten, wie Kupfer in das Beckenwasser gelangen kann: Zum einen können Kupferrohre im Haus Kupfer an das Leitungswasser abgeben. Hier kann es also sowohl beim Neubefüllen als auch bei Teilwasserwechseln zu Kupferkonzentrationen im Aquarium kommen, die Garnelen im schlimmsten Fall sterben lassen können. Zum anderen gelangt Kupfer in für Garnelen schädlichen Dosen mitunter auch dann in das Beckenwasser, wenn kupferhaltige Wasseraufbereiter, Medikamente oder Dünger (auch gedüngte Pflanzen, siehe unten) zugefügt werden. Aquarianer, die Garnelen halten möchten, sollten somit immer ein wachsames Auge auf die Inhaltsstoffe von Zusatzmitteln haben und ggf. vor dem Befüllen eines neuen Aquariums das Leitungswasser testen.

Problematisch ist hierbei allerdings, dass viele gängige Kupfertests nicht ausreichend sensibel sind: Sie können häufig erst Konzentrationen anzeigen, welche für Garnelen bereits längst tödlich sein können. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Wurde ein wenig sensibler Kupfertest durchgeführt und fiel dieser negativ aus, bedeutet dieses nicht, dass das Wasser tatsächlich für Garnelen geeignet ist. Kupfer könnte hier also immer noch die Ursache für das Sterben der Garnelen sein. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, kupferhaltige Zusatzstoffe zu meiden und bei Wasserwechseln zunächst viel Leitungswasser, das in den Rohren stand, ablaufen zu lassen. Wasserwechsel sollten dabei lieber in kleinen Dosen, dafür aber häufiger durchgeführt werden. Zudem gibt es Wasseraufbereiter, die Kupfer binden.

Nitrit/Nitrat

Die Wasserwerte spielen eine große Rolle, wenn es darum geht, ob Garnelen in einem Aquarium gedeihen können oder nicht. Einer der bedeutendsten Wasserwerte betrifft dabei Nitrit und Nitrat. Nitrit entsteht, wenn Ammonium abgebaut wird, und kann für das Sterben von Garnelen verantwortlich sein. Nitrat kann wiederum zu Nitrit umgewandelt werden. Der Nitrit- und Nitratwert sollte dementsprechend sofort überprüft werden, wenn man tote Garnelen im Aquarium entdeckt. Wichtig für einen niedrigen Nitrat- und Nitritgehalt sind regelmäßige Wasserwechsel sowie das Einbringen von Aquarienpflanzen, welche einen Beitrag zur Aufbereitung des Wassers leisten. Bevor man Garnelen in ein neu eingerichtetes Aquarium einsetzt, sollte zudem immer der sogenannte Nitritpeak abgewartet werden. Kommt es zu einem hohen Nitratgehalt in einem eigentlich schon eingefahrenen und besetzten Becken, kann der Einsatz eines Nitratfilters erwogen werden. Ebenfalls günstig wirken sich häufig niedrigere Besatze und kontrolliertere Fütterungen aus.

Bakterielle Infektionen

Selbstverständlich können auch Garnelen krank werden. Relativ häufig treten dabei bakterielle Infektionen auf, die zu einem Sterben der Garnelen führen können. In der Regel stirbt bei einer solchen Infektion nicht plötzlich der gesamte Besatz in einem Zuge, vielmehr ist häufig ein Sterben von einzelnen Tieren zu beobachten, wobei allerdings in relativ kurzen Abständen immer wieder neue Tiere sterben können. Bevor die Garnelen an einer bakteriellen Infektion sterben, kann häufig ein träges Verhalten sowie eine Verfärbung beobachtet werden. Ein Verdacht auf eine bakterielle Infektion kann sich zudem erhärten, wenn das Becken nach wie vor ideale Wasserwerte aufweist und in der letzten Zeit keine Veränderungen an der Beckeneinrichtung durchgeführt wurden.

Ist es wahrscheinlich, dass eine bakterielle Infektion vorliegt, welche die Garnelen sterben lässt, sollte man versuchen, die Keimdichte im Becken zu reduzieren. Hierfür können zahlreiche Maßnahmen eingeleitet werden, wobei insbesondere nicht auf einen Wasserwechsel, auf eine ausreichende Zufuhr von Sauerstoff und auf Reinigungen des Bodengrundes und des Filters verzichtet werden sollte. Im Notfall können auch Medikamente zum Einsatz kommen, um eine bakterielle Infektion bei Garnelen zu bekämpfen. Hier ist allerdings zu großer Vorsicht geraten, da nicht jedes Medikament für Garnelen geeignet ist und zudem mitunter zu einer negativen Veränderung der Wasserwerte führen kann.

Wer bakterielle Infektionen verhindern möchte, sollte darauf achten, dass das Becken nicht überbesetzt wird, die Temperaturen moderat bleiben und nicht zu viel Futter gegeben wird, dessen Reste das Wasser verunreinigen können. Zudem sollte der Hygiene eine bedeutende Rolle beigemessen werden, wobei unbedingt regelmäßige Wasserwechsel und Reinigungen des Aquariums eine zentrale Rolle spielen.

Neu eingesetzte Pflanzen

Sterben Garnelen kurz nachdem neue Pflanzen in das Aquarium eingebracht wurden, liegt der Verdacht nahe, dass Rückstände eines Pflanzendüngers das Sterben der Tiere verursacht haben. Pflanzendünger enthalten häufig Kupfer, das wie oben bereits beschrieben hoch giftig für Garnelen ist und dazu führen kann, dass diese sterben. Feststellen lässt sich diese Ursache primär durch einen sensiblen Kupfertest oder durch ein Ausschlussverfahren: Wurden keine anderen Parameter verändert, sind die Wasserwerte wie gewohnt positiv und zeigen die Garnelen keine Anzeichen für Infektionen, Parasiten oder andere Krankheiten, sind die neuen Pflanzen häufig die Hauptverdächtigen. In diesem Fall kann man versuchen, die Konzentration der Düngerrückstände durch Wasserwechsel zu reduzieren. Viel besser ist es allerdings, vorzusorgen und neue Pflanzen nur dann in das Aquarium einzubringen, wenn diese zuvor ausgiebig (ca. zwei Wochen lang) gewässert wurden. Dabei sollte man das Wasser, in dem die Pflanzen gewässert werden, regelmäßig wechseln, um gelöste Giftstoffe ausspülen zu können.

Pflanzenarten

Diskutiert wird auch, dass bestimmte Pflanzen – allen voran Anubias – für Garnelen schädlich sein könnten. Es wird diskutiert, dass beim Beschneiden dieser Pflanzen eine Säure freigesetzt wird, die in Verdacht steht, Garnelen zu schädigen. Wurde dementsprechend ein Beschnitt der Anubias durchgeführt und sterben kurz danach Garnelen, ist ein Zusammenhang nicht gänzlich auszuschließen. Um das Sterben von Garnelen aus diesem Grund zu verhindern, empfiehlt es sich, vorsorglich auf Anubias zu verzichten bzw. diese nicht im großen Stil zu beschneiden. Ist ein Beschnitt bereits erfolgt, kann man versuchen, mit einem Teilwasserwechsel die Säurekonzentration zu senken.

Wurzeln (Mopani)

Ähnlich kontrovers wie die Rolle von Anubias im Garnelenbecken wird die Rolle von bestimmten Wurzeln diskutiert. Findet der Aquarianer tote Garnelen in seinem Aquarium vor und ist dieses Becken mit einer Mopani-Wurzel ausgestattet, könnte es eventuell sein, dass dieses Einrichtungselement für das Sterben der Garnelen verantwortlich ist. Dieser Verdacht liegt insbesondere dann nahe, wenn kurz nach dem Einsetzen der Wurzel Probleme auftreten. Angenommen wird, dass Mopani-Wurzeln Schwermetalle enthalten können, die in bestimmten Dosen Garnelen sterben lassen. Ob diese Ursache tatsächlich im individuellen Fall vorliegt, kann in der Regel ebenfalls nur mit einem Ausschlussverfahren geklärt werden: Hat der Aquarianer bis auf das Einfügen der Wurzel keine Veränderungen am Becken vorgenommen und sind die gängigen Wasserwerte unauffällig, könnte die Mopani-Wurzel die Ursache sein. In diesem Fall könnte es ratsam sein, die Wurzel zu entfernen und einen großzügigen Wasserwechsel durchzuführen, um die Konzentration der giftigen Stoffe zu reduzieren.

Der Zusammenhang zwischen einem überraschenden Sterben von Garnelen und der Verwendung einer Mopani-Wurzel zur Beckendekoration ist allerdings nicht unumstritten: Manche Aquarianer berichten durchaus auch, dass sie bereits seit Jahren diese Wurzelart im Garnelenaquarium verwenden, ohne jemals Probleme bekommen zu haben. Vorsichtshalber wäre es natürlich besser, auf die Wurzel zu verzichten, wer dieses aber nicht tun möchte, sollte zumindest einige Vorkehrungen schaffen. Hierzu gehört es zum Beispiel, die Wurzel vor dem Einsetzen auszukochen und zu wässern.

Planarien

Strudelwürmer, auch Planarien genannt, können ein weiterer Grund für das Sterben von Garnelen sein. Sind viele dieser Tiere in einem Aquarium vorhanden, können sie den Bestand an Garnelen stark dezimieren, da insbesondere junge Garnelen auf dem Speiseplan der Planarien stehen. Planarien können mit dem bloßen Auge erkannt werden, sodass der Aquarianer schnell feststellen kann, ob die Population langsam aber sicher bedrohliche Maßstäbe annimmt. Sollte dieses der Fall sein und sollten bereits Garnelen gestorben sein, müssen Maßnahmen gegen die Planarien eingeleitet werden. Hier gibt es zahlreiche Methoden, die vom manuellen Einsammeln der Planarien bis zum Einsatz von Chemie reichen.

Von vielen chemischen Mitteln sollten aber insbesondere Halter von Garnelen Abstand nehmen: Diese Mittel können Stoffe enthalten, die nicht nur den Planarien selbst schaden, sondern auch den Garnelen oder anderen Aquarienbewohnern. Bevor man also ein chemisches Mittel zur Bekämpfung von Planarien einsetzt, sollte immer geklärt werden, wie die übrigen Aquarienbewohner auf das Gift reagieren könnten und wie die Mittel korrekt dosiert werden müssen. Wer vollständig auf chemische Mittel verzichten möchte, kann zudem in Erwägung ziehen, spezielle Köder und Fallen für die Planarienbekämpfung einzusetzen.

Steine

Ein weiterer oft diskutierter Grund, warum Garnelen sterben könnten, könnte gefunden werden, wenn man sich die Steine, die man in das Aquarium eingebracht hat, genauer ansieht. Grundsätzlich ist es möglich, dass Steine metallische Einschlüsse aufweisen, durch welche die Wasserwerte für die Garnelen negativ beeinflusst werden können. Tritt ein Garnelensterben auf, kurz nachdem neue Steine in das Becken eingebracht wurden, könnten sie verdächtig sein. Ist ansonsten kein anderer Grund für das Sterben der Garnelen zu finden, ist es ratsam, den jeweiligen Stein zu entfernen und zu versuchen, das Wasser durch Wasserwechsel wieder aufzubereiten.

Eingewöhnungsprobleme

Manche Garnelenarten zeigen sich empfindlich, wenn sie in ein neues Becken eingesetzt werden. Im schlimmsten Fall können Garnelen sterben, wenn sich die Wasserwerte zu sehr von denen unterscheiden, die sie zunächst gewöhnt waren. Aus diesem Grunde sollte man, wenn möglich, die Wasserwerte beim Züchter erfragen und versuchen, diese im Vorfeld im eigenen Becken nachzuahmen. Hiermit wird gewährleistet, dass die Garnelen sich schneller und unproblematischer eingewöhnen können und Anfangsverluste vermieden werden. Treten dennoch Probleme bei der Eingewöhnung auf, sollte man die Wasserwerte erneut überprüfen und ggf. Wasser aufbereitende Maßnahmen einleiten. Allerdings kann auch der Transportstress ein Grund dafür sein, warum Garnelen kurz nach dem Eintreffen bei Ihrem neuen Besitzer sterben. Dieser Stress lässt sich bedingt reduzieren, wenn man keine Garnelen per Post bestellt, sondern von einem Züchter im näheren Umfeld bezieht.

Vergesellschaftung

Ein Anfängerfehler ist es, zu glauben, dass sich Garnelen mit jeglichen anderen Aquarienbewohnern vergesellschaften ließen. Manchmal werden Garnelen nur als nützlich Putztruppe in einem Becken mit anderen Aquarienbewohner gehalten, ohne dass ihnen ausreichend Aufmerksamkeit zukommt. Die Garnelen selbst sind zwar in der Regel friedlich, dies bedeutet allerdings nicht, dass sie selbst keine Feinde hätten. Dezimiert sich die Populationsdichte der Garnelen und werden parallel andere Aquarienbewohner im selben Becken gehalten, sollte man sich erkundigen, ob es sich bei diesen Bewohnern um Fressfeinde der Garnelen handelt. Oft lässt es sich sogar beobachten, wenn Fische und Co. Jagd auf Garnelen machen. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, sollten die Tiere getrennt werden. Auch vor Vergesellschaftungen von Garnelen mit Aquarienbewohnern, die schnell schwimmen und sehr lebhaft sind, ist eher abzuraten: Die Garnelen sterben hierdurch zwar nicht zwangsläufig, sie können allerdings durch den Stress in ihrer Lebensqualität eingeschränkt werden und hierdurch mitunter auch empfindlicher für Erkrankungen wie bakterielle Infektionen werden.

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